9. Hallenmarathon 24./25. Januar 2015 - Rückblick

* Benjamin Brade verschenkt Marathon Sieg
* stimmungsvolle Wettbewerbe
* starke Premiere mit dem Rad-Einzelzeitfahren

Eine liebevoll und aufwendig hergerichtete Niederlausitzhalle bereitete den Rahmen für zwölf Laufwettbewerbe und einem Radwettbewerb.
Sportler aus Deutschland, Singapur, Großbritannien, Dänemark, Österreich, Schweiz, Polen, Tschechien waren neugierig auf das Event. 10 der 13 Wettbewerbe waren schon seit Wochen ausgebucht. Mehrere hundert Startanfragen konnten nicht erfüllt werden. 568 Sportler gingen an den Start.
250 Pokale warteten auf Ihre neuen Besitzer, da auch die Besten der Lausitz-Laufserie 2014 „Alles läuft mit der Lausitzer Rundschau“ und des RAD-EinzelZEITfahr-Cups 2014 im Rahmen des Hallenmarathons geehrte wurden.

Benjamin Brade verschenkt Marathon Sieg
Dem freundlichen Berliner Benjamin Brade hat es das Rundenkarussell angetan. Er startete gleich viermal, lief insgesamt 112 km (08:42:23 h) und dabei jeden Kilometer in beachtlichen 4 Minutentempo.  Zuerst bewältigte er die 10.000 m in 37 min, danach den 10 km Paarlauf in 41 min, um dann anschließend am Nachtmarathon teilzunehmen (03:06 h). Da die Siegerehrung zum Paarlauf während des  Marathonlaufes stattfand, verließ er kurzerhand das Marathonrennen, um mit seiner Partnerin für den 3. Platz beim Mixrennen geehrt zu werden. Diese Ehrung kostete ihm mindestens 10 min. und den Sieg bei Marathonrennen. So wurde er „nur“ Zweiter. Zum Auslaufen nutzte er dann am Sonntag die 50 km Strecke.

Langstreckenrekord: 463 Runden und 115 km
Fleißigste Teilnehmer waren Olaf Baars aus Dresden, welche auch an vier Wettbewerben teilnahm und 115 km, somit 463 Runden bewältigte.

1000m Lauf
Das beim TSV Senftenberg besonders gut trainiert wird, zeigt die Laufzeit der 10-jährigen Floriane Wolbring. Beim Frauenlauf siegte sie in 03:58,4 min. Von den 43 Startern ist dies die wohl beste Leistung.

3000m Lauf
Diesen Lauf gewann wie im vergangenen Jahr Marc Ueberfuhr aus Kamenz in 10:06 min. Damit war er 21 Sekunden schneller als im Vorjahr.

5000m Lauf
Es ist schön festzustellen, dass immer mehr Kinder und Jugendliche bei unseren Wettbewerben am Start sind. Der noch 15-jährige Niklas Schöning vom SV Stahl Hennigsdorf bewältigte als Sieger die 20 Runden in 17:46 min. Bei den Damen hatte die 12 Jahre junge Pauline Fiedler aus Görlitz die flinksten Beine (22:52 min.)

10.000 m Lauf
Die erste Laufentscheidung des Tages gewann der aus Lübeck angereiste Dennis Mehlfeld in guten 33:21 min. Mit neuem Streckenrekord bei den Frauen siegte Franziska Kranich aus Niesky in 41:55 min.

10.000 m Paarlauf
Da dem Gesamtleiter des Hallenmarathons, Hans –Joachim Weidner, der Paarlauf besonders an Herz gewachsen ist, werden hier 30 Pokale in den Wertungsklassen (Männer, Frauen, Mix, Familien und Kinder) vergeben. Somit ist für Freizeitsportler die Chance recht groß, auch einmal in ihrem Läuferleben, mit einen Pokal geehrt zu werden. Da es ein Paarlauf ist, gibt es je Team zwei Pokale. Der Streckenrekord des LC Cottbus (Hannes Hähnel & Marco Hintz) aus dem Jahr 2010 mit 30:06 min ist eine sehr große Nummer, aber in diesem Jahr erzielte das Duo Christian Schrutek & Daniel Naumann (Henningsdorf/Cottbus) die zweitbeste je gelaufene Zeit mit 31:18 min. Bei den Familien wird es zum 10. Jubiläum 2016 Pokale bis zum 10. Platz geben und eine Sonderwertung für Ehepaare wird eingeführt.

21,1 km Mitternachts-Halbmarathon
Traditionell startet dieser Wettbewerb um 23:00 Uhr. Seit der Premiere im Jahr 2013 hieß die Siegerin immer Vanessa Monath aus Berlin. Dieses Jahr benötigte die Sportler 1:43:04 h. Ebenfalls ein Berliner, Karsten Laborn, siegte bei den Männern in 1:28:54 h.

42,195 km Nacht-Marathon

Den Nacht-Marathon gewann zum 2. Mal Sportfreund Uwe Laenger vom 1. FC Union Berlin in 02:54:24 h. Dies ist zwar 10 Minuten langsamer als sein Hallenrekord aus dem Jahr 2013. Jedoch hatte er dieses Mal weit mehr Sportler auf der Bahn, welche beim Überholen immer Kraft und Zeit kosten. 2014 hatte er schon das 50 km Rennen in 03:20 h gewonnen. Die Hallenserin Silvia Schmied erlief sich den 1. Platz bei den Damen in 03:42:20 h.

42,195 km Morgen-Marathon
Den Morgen-Marathon gewann Rene Rasmussen aus Dänemark in 03:22:15h, sowie Astrid Hohäuser aus Hoyerswerda 04:47:27 h.

50 km Ultra-Lauf
Die härteste Disziplin in der Halle ist der 200 Rundenlauf. Dabei stehen dann im Ziel 50 km zu Buche. Der Dresdner Frank Wittwer gewann in 03:46 h. Die Berlinerin Evelyn Franke freute sich sehr über Ihren Sieg in 04:20:50.

Rad-Einzelzeitfahren (Radergometer)
Das sich die Senftenberger Halle auch für stimmungsvolle Radwettbewerbe eignet, zeigte der erstmalig ausgetragene Radergometer-Wettkampf. Sportler aus 5 Bundesländern nahmen daran teil. Der Sieg (12,45 km) blieb aber in der Region, bei Frank Höfer aus Ortrand/Böhla.

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